Greif nach den Sternen!

So. Lange nicht mehr geschrieben, aber jeden Tag hier gewesen und mit Freude, Verwunderung, Begeisterung, Hingabe all die anderen blogs gelesen. Jetzt aber- the bitch is back, wie ich immer wieder gerne sage….
Ich bin zurück aus Zürich, seit acht Tagen wieder in Berlin, hab schon eine Wurzelbehandlung hinter mir (zum Glück!!! Diese Zahnschmerzen vorher haben mich fast um den Verstand gebracht!) und bin heute den ersten Tag wieder so richtig fit, um das Leben anzugreifen! Im positivsten Sinne, versteht sich….
Ich habe das neue Jahr mit etwas begonnen- nein, ich habe das alte Jahr mit etwas beendet, das für mich absolut neu war- ich hab zum ersten Mal in meinem Leben so richtig was riskiert. Bewusst riskiert, man riskiert ja sicherlich so einiges, aber dieses Mal habe ich das mit 100 % meines Verstandes und Bauches getan und ich bin richtig stolz auf mich.
Ich habe einen Job abgelehnt.
Normalerweise nehme ich so ziemlich alles, was ich kriegen kann, damit ich irgendwie über die Runden komme, aber dieses Mal habe ich auf meinen Bauch gehört, der mir deutlich zu verstehen gab, dass ich diesen Job nicht machen möchte. WEIL- und jetzt kommts- ich einen Satz bekommen habe, der mir einfach so runterlief und den ich ohne Einschränkungen bejaht habe und immer noch bejahe.
Greif nach den Sternen.
Mir geht es so wie es sicherlich den meisten anderen auch geht- ich gehe meinen kleinen Weg voran und bis zu einem bestimmten Punkt zeige ich Eigeninitiative, um dann auf die Reaktionen und Ergebnisse zu warten. Dabei ist das der unangenehmste Teil für mich, diese gefühlte Abhängigkeit von anderen Menschen oder Umständen, die ich nur bis zu einem gewissen Grad beeinflussen kann und bei denen es so sehr davon abhängt, wie die Stimmung oder die Lage gerade ist oder wie ich mich präsentiere. Ich habe mich nie so tausendprozentig wohl damit gefühlt, aber “es ist eben so”. Und dann kam mir dieser kleine Satz dazwischen. Man hört ja in seinem Leben so einige Sätze und Sprüche, über die man mehr oder weniger nachdenkt, aber selten berühren sie einen so tief drin, weil sie vielleicht nicht im richtigen Augenblick kommen? Oder weil man sofort wieder den Verstand über das Gefühl herrschen lässt (und mit “man” meine ich mich)? Dieser Satz jedoch stand da und er war richtig. Also werde ich das jetzt tun, und obwohl ich keine Freundin von Mottos bin, ja, okay, Mottoparties können ganz toll sein, aber so grundsätzlich, habe ich diesen Satz zu meinem neuen Lebensmotto auserkoren.
Was das für mich bedeutet? Ich werde endlich das angehen, wovon ich seit Jahren immer wieder rede und träume und was mir so richtig am Herzen liegt. Ich werde mein eigenes Programm schreiben und machen.
Da ich inzwischen über eine mafiöse Struktur an Verbindungen und Kontakten verfüge, ist es für mich auch garkein Ding der Unmöglichkeit- kaum habe ich das öffentlich ausgesprochen, kamen schon die ersten, die “hierhierhier” geschrieen haben und dabei sein möchten. Kann es denn besser starten? Und mit das Schönste daran ist, dass ich sämtliche Ressentiments, die ich normalerweise sofort hege, wenn ich einen neuen “großen” Schritt mache, einfach nicht in mir fühle. Keine kleinliche Stimme, die wispert “wie willst du das denn hinkriegen, das ist doch fast nicht machbar, es gibt soooo viele, die das auch versuchen, wo willst du denn anfangen”, sondern eine Fuchurglockenstimme, die immer wieder “JA!” in mir ruft. Hach, ich werde vor Glückseligkeit fast noch poetisch!
Ein weiteres Zeichen dafür, dass ich tatsächlich so weit bin, ist, dass ich es hier aufgeschrieben habe. Es ist ein öffentliches Ziel von mir, und meine öffentlichen Ziele erreiche ich.
Greif nach den Sternen. Ich liebe diesen Satz!

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Das echte Leben

2 Antworten zu “Greif nach den Sternen!

  1. Edda

    Hi Judith! Ich mag die Energie, die bei deiner Schreibe jedesmal zu spüren ist. Also viel Spaß und viel Erfolg beim Kreativsein! Bin gespannt, was und wie es wird. Edda

  2. danny

    Liebe Judith! Ich kann mich meiner Vorrednerin nur anschliessen: es macht grossen Spass, Deine Beiträge zu lesen. Nachdem ich „Greif nach den Sternen“ gelesen hatte, blieb mir keine andere Wahl als mir Deinen gesamten Blog einzuverleiben- der mich gleichermaßen berührt wie amüsiert hat und da Dir diese doch oft so schwierige Balance ganz vortrefflich gelingt, habe ich keinen Zweifel daran, dass Dein nach- den- Sternen- greifen Früchte tragen wird. So verbleibe ich also gespannt und drück die Daumen! danny

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