Ich bin, wer ich bin! Jawohl!

Ich habe mich entschlossen mehr zu veröffentlichen. Das wird hart.
Themen gibt es ne ganze Menge; ich war ein paar Tage bei einer meiner besten Freundinnen in Hamburg und wir haben quasi nonstop durchgeredet. Wir zwei können das. Alles, was wir so angeschnitten und durchgesprochen habe, wäre einer Erwähnung wert, aber ich selektiere dennoch. Soll ja ein Blogbeitrag und kein Gesellschaftsroman werden. (Oder doch?!) Nun, eine Sache, auf die ich während eines meiner wertvollen Monologe, die zum Weltfrieden beitragen könnten, würden sie denn mitgeschnitten, gekommen bin, ist folgende:

Ich möchte mein Leben, so unperfekt es in vielerlei Hinsicht scheinen mag, mit niemandem tauschen. Folglich bin ich auf niemanden neidisch. Wenn ich eine Sache haben will, muss ich das ganze Leben mitnehmen. Will ich nicht. Ich möchte meine Erfahrungen, meine Freunde, meine Entscheidungen, mein Übergewicht (ja, vielleicht sogar das, ist aber ein komplett neues Thema; wie gesagt, ich möchte mehr veröffentlichen), meine Krankheiten, mein Können, mein Unvermögen, meine eventuelle Hypersensibilität (hab ich neu gelernt, mein Wahn könnte einen Namen haben), meine Lebensfreude, meinen Irrsinn, meine überschäumende Phantasie, mein Umfeld, meine Familie und die bucklige Verwandtschaft (obwohl….), meine Träume, meine Enttäuschungen, meine Fehler, meine Stärken, einfach alles behalten. Weil mich all das zu mir macht.
Ich habe in diesem Selbsterkenntnisgespräch fünf Minuten vorher noch darüber lamentiert, dass niemand sonst vierundzwanzig Stunden am Tag mit mir und in mir stecken muss und dass das eine echte Aufgabe ist. Nach meiner Nichttauschenwollenentdeckung habe ich dann aber tatsächlich damit angefangen mir selbst gegenüber nachsichtiger und sanfter zu werden. (Achtung, der folgende Text könnte schwurbelige pseudolyrische Ausdrücke enthalten.)
Wenn ich wieder mal mit mir selbst rede, höre ich mir zu und lache ab und an sogar. Ist zuweilen wirklich witzig. Wenn ich wieder mal im Chaos versinke, setze ich mich mit einem leckeren Getränk meiner Wahl mittenrein und überlege mir, was ich eigentlich gern tun würde, woraufhin entweder das Chaos oder ich aus dem Chaos verschwinde(t). Ich nehme mich ernster und beurteile mich nicht mehr dauernd selbst mit den angeblichen Augen von außen. Diese ominösen Außenstehenden stecken ja nicht in mir drin und wissen auch äußerst selten wirklich, was gut für mich ist. Ich weiß das auch nicht immer, aber das andauernde Zusammensein mit mir hat gezeigt, dass meine Fehlerquote beim Einschätzen meiner selbst die geringste ist. Und ja, ich glaube, dass mir Schokobons in großen Mengen manchmal gut tun.
Ich stecke noch mitten im Lernprozess; man wird den einen oder anderen Stolperer erwarten dürfen. Aber wie heißt es so schön: „Aufstehen, Krönchen richten, weiterstolzieren.“

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Eingeordnet unter Das echte Leben, Das Leben ist schön!

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